Ring Goldener Löwe
Wappen des Goldenen Löwen
Gemeinschaft
Gemeinschaft erleben – Freunde fürs Leben finden!
Unsere Gruppe ist offen für alle, die Abenteuer, Freundschaft und Natur lieben. Werde Teil unserer Pfadfinderfamilie!
Romantik
Magische Momente am Lagerfeuer
Lieder singen, Geschichten erzählen, Sterne beobachten – das Lagerfeuer ist das Herz unserer Gemeinschaft. Komm und erlebe es selbst!
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Mit leichtem Gepäck ins große Abenteuer
Unsere Fahrten führen uns zu versteckten Orten, über Flüsse und durch Täler. Bist du bereit für deine eigene Entdeckungsreise?
Alles gemeinsam
Zusammen schmeckt’s am besten!
Egal ob nach einer langen Wanderung oder einem Tag voller Abenteuer – wir teilen unser Essen und unsere Erlebnisse. Komm und sei Teil unserer Runde!
Zelten
Unsere Heimat auf Zeit – Schwarze Zelte im Grünen
Unsere traditionellen Kothen und Jurten bieten Schutz, Wärme und eine besondere Gemeinschaft. Wer einmal in ihnen geschlafen hat, vergisst es nie!
Musizieren
Musik verbindet!
Lieder am Lagerfeuer gehören zu unseren schönsten Momenten. Gemeinsam singen, lachen und Geschichten erzählen – das sind Erinnerungen fürs Leben!
Selber kochen
Gemeinsam Kochen – ein echtes Abenteuer!
Ob Eintopf, Stockbrot oder frischer Tee – beim Kochen über dem Feuer schmeckt alles doppelt so gut. Sei dabei und probier es aus!
Tanzen
Tanzen, Lachen, Gemeinschaft erleben!
Ob am Lagerfeuer oder auf dem Zeltplatz – wir lieben es, gemeinsam zu tanzen, zu singen und einfach Spaß zu haben. Sei dabei und erlebe die Freude der Gemeinschaft!
Zeltlager
Ein Zuhause unter Sternen
Abends am Lagerfeuer, morgens vom Vogelgezwitscher geweckt – in unserem Zeltlager erleben wir echte Gemeinschaft und pure Natur!
Natur erleben
Die Welt von oben sehen
Nach jeder Herausforderung wartet ein neuer Ausblick. Ob Gipfel oder sanfte Hügel – die Natur belohnt uns mit unvergesslichen Momenten!
Lagerfeuer
Geborgenheit und Gemeinschaft
Dicht zusammensitzen, Geschichten lauschen und die Wärme des Feuers spüren – in der Jurte sind wir eine Familie. Komm und erlebe das besondere Gefühl!
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Zusammenhalt & Spaß – Pfadfinden verbindet!
Ob Spiele, Abenteuer oder Herausforderungen – gemeinsam erleben wir unvergessliche Momente. Bei uns zählt jeder!
Wetter
Abenteuer kennt kein schlechtes Wetter!
Ob Sonne oder Regen – wir bleiben standhaft. Denn echte Pfadfinder wissen: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung!
Gesetzt 1
Der Pfadfinder ist zuverlässig
und steht zu seinem Wort.
Erstes Pfadfindergesetzt
Gute Tat
Ich verspreche, nach besten Kräften meine Pflicht zu erfüllen und an jedem Tag eine gute Tat zu tun.
Wölflingsversprechen
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Geschichte des Deutschen Pfadfinderbundes

Der „Deutsche Pfadfinderbund“, dem wir angehören, wurde im Jahr 1945 von Walther Jansen, mit Fahrtennamen Michael, gegründet (Michael wurde am 27.10.1897 geboren und starb am 5.11.1959). Die anfänglichen Hauptaufgaben des DPB waren soziale Hilfsdienste, die in der Nachkriegszeit stark benötigt wurden.

Die Wurzeln unseres Bundes reichen jedoch weit in die Vorkriegszeit hinein. So hat es schon vor dem Zweiten Weltkrieg einen DPB gegeben. Um ihn von unserem Bund zu unterscheiden, nennen wir ihn auch den Alten DPB. Er ist der älteste aller Pfadfinderbünde Deutschlands.

Schachbrett: DPB Bundeszeiches bis 1921
Schachbrett: DPB Bundeszeiches bis 1921

Nachdem BiPi 1908 die Pfadfinderbewegung in England ins Leben gerufen hatte, gab es bereits 1909 erste Pfadfinder in Deutschland. In diesem Jahr übersetzten Dr. Alexander Lion und Maximilian Bayer das Buch „Scouting for Boys“ von BiPi ins Deutsche. Unter dem Titel „Das Pfadfinderbuch“ half es der Pfadfinderbewegung in Deutschland zu einer raschen Verbreitung. Am 18. Januar 1911 wurde der „Deutsche Pfadfinderbund“ ausgerufen. Sein erster „Reichsfeldmeister“ (Bundesvogt) war Maximilian Bayer.

Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) waren deutsche, sowie englische Pfadfinder im Kriegshilfsdienst tätig. Ein trauriges Kapitel für eine Bewegung, die als weltweite Friedensgemeinschaft erdacht worden war.

Nach dem Krieg war der DPB in sich stark zerstritten. Viele kritisierten den straffen, militärischen Stil des Bundes. 1920 traten einige Gruppen unter Martin Voelkel aus dem DPB aus und nannten sich fortan „Bund der Neupfadfinder“. Sie wollten Wandervögel und Pfadfinder vereinen, autoritäre Strukturen durch eine brüderliche Gemeinschaft ablösen und forderten eine junge Führerschaft, die aus den Gruppen heraus wuchs. Erstmals kam der Begriff „Bündische Pfadfinder“ auf. Die neuen Ideen setzten sich auch im DPB durch und bereits 1922 bekannte sich der DPB zur bündischen Jugend.

In diesem Jahr wurde unabhängig vom DPB der Neudeutsche Pfadfinderbund gegründet. Michael (Walther Jansen) war Mitglied und später Führer dieses Bundes. Es war ein bündischer Pfadfinderbund, der sich den Gedanken des Bundes der Neupfadfinder sehr verbunden fühlte. Die von BiPi geprägte Idee des ritterlichen Menschen fand hier sehr großen Zuspruch. Der Orden, ein wichtiger Teil unseres Bundes, gewann hier erstmals Gestalt. Unsere Bundeslilie ist die Lilie des Neudeutschen Pfadfinderbundes.

Im Jahre 1932 schlossen sich der Neudeutsche Pfadfinderbund, der Deutsche Späherbund, der Bund der Reichspfadfinder und die Ringgemeinschaft Deutscher Pfadfinder zur Reichsschaft Deutscher Pfadfinder zusammen. 1933 wurde Michael ihr Reichsvogt (Bundesvogt). Unser Bundeslied, unserer Kluft und wesentliche Formen unseres Bundes stammen aus der Reichsschaft Deutscher Pfadfinder.

In den Jahren 1933/34 wurde die Bündische Jugend von den Nazis verboten. Dieses Verbot hatte sowohl die Auflösung des DPB, wie auch der Reichsschaft zur Folge. Michael ging in den aktiven Widerstand und beteiligte sich 1944 an einem Attentat auf Hitler und kam dafür ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Doch die Idee des Bundes lebte weiter. Michael schrieb in seinem Pfadfinderspiegel: „Der Gedanke des Ordens wurde von der Reichsschaft (1932) übernommen und nach der gewaltsamen Auflösung der letzten deutschen Pfadfinderbünde im Mai 1934 auch in den Gefängnissen und Konzentrationslagern bewahrt. So kam es, dass Michael 1945, nach der Befreiung Deutschlands von der Diktatur, im zerbombten Berlin sofort wieder einen neuen Bund aufbaute. Um Michael sammelten sich Führer aus nahezu allen Pfadfinderbünden der Vorkriegszeit. Eine wichtige Rolle spielte Ebbo (Eberhart Plewe, langjähriger Auslandsvertreter der Bünde vor 1934). Der neue Bund lebte in den Formen der Reichsschaft, trug aber mit Einverständnis des letzten Reichsvogtes des alten DPB den Namen Deutscher Pfadfinderbund. In diesem Jahr schrieb Michael auch den Pfadfinderspiegel. Er schrieb ihn für die jungen Pfadfinder und beschrieb sowohl die Geschichte der Bündischen Jugend und der Pfadfinderbewegung, als auch unseren Bund in seinen Formen und in seinem Wesen. Dieses Buch ist noch heute wichtig für unseren Bund und ihr solltet euch nicht davor scheuen es zu lesen. Am 17. Oktober 1946 wurde der Orden mit dem Namen „Orden St. Georg über derJungenschaft“ von Michael neu gestiftet.

Die Siegermächte (Russland, USA, Frankreich, England) hatten ganz Deutschland und Berlin in Besatzungszonen eingeteilt. Die Russen wehrten sich gegen den neuen Pfadfinderbund und so hieß der DPB in seinen ersten Jahren offiziell „Bund Deutscher Jugend von Berlin“. 1950 konnte wir uns „Deutscher Pfadfinderbund im Bund Deutscher Jugend“ nennen und erst ab 1952 hießen wir auch offiziell „Deutscher Pfadfinderbund“. In Westdeutschland wurden die Pfadfinder nach einem kurzen Verbot in der unmittelbaren Nachkriegszeit bald zugelassen und von den Besatzungsmächten gefördert. Nach der Teilung Berlins beschränkte sich das Gebiet des Deutschen Pfadfinderbundes auf den Westteil der Stadt.

1948 schlossen sich die westdeutschen Pfadfinder unter Moderation der Besatzungsmächte zum Ring Deutscher Pfadfinderverbände zusammen. Es entstanden die drei großen Bünde: Sie fanden Aufnahme im Londoner Büro des Weltscoutverbandes ohne den DPB, von dem sie wussten und der größer war als jeder dieser Bünde, darüber zu informieren. Das Londoner Büro nimmt pro Land nur einen Verband auf. Um dem Weltverband anzugehören müssten wir dem Ring Deutscher Pfadfinderverbände beitreten. Dies wurde uns verwehrt. Unsere Ablehnung gilt also nicht dem Weltverband, sondern dem Ring Deutscher Pfadfinderverbände.

Während in den ersten Nachkriegsjahren der DPB nur auf Berlin beschränkt war, fanden später westdeutsche Gruppen zum Bund, besonders solche, die dem alten DPB oder der Reichsschaft nahe standen. Beim ersten Bundeslager in Rittersheim 1951 waren bereits westdeutsche Stämme vertreten. Heute hat sich das Gewicht des Bundes stärker nach Westdeutschland verlagert.

1959 starb Michael. Er war bis zu seinem Tod unser Bundesvogt. Die Jahre nach seinem Tod waren nicht einfach. Der Bund war sich über seinen Weg nicht mehr einig. Im Zuge der 68er Bewegung wurden Forderungen laut, die Kluft abzuschaffen und die Form des Bundes von Grund auf zu verändern. Dies konnte mit einer knappen Mehrheit im Bundesthing gerade noch verhindert werden.

Mädchen gab es im DPB schon fast seit der ersten Stunde. Ihre Rolle war jedoch ungeklärt. Michael förderte zwar die Mädchenarbeit, schrieb seinen Pfadfinderspiegel und einen Großteil seiner Reden aber nur für Jungen. Mitte der 50er Jahre bildeten sich aus den Mädchengruppen erste Gaue. Die Führerinnen der Mädchengruppen begannen eigene Treffen zu veranstalten und kamen sich so näher. 1957 erhielt Lotte Hengst von Michael den Auftrag zur Bildung eines „Konventes der Geusinnen“ ähnlich den Konventen der Ritter im Orden St. Georg. Pfingsten 1960 nahm der Konvent seine Arbeit auf.

Im Oktober des gleichen Jahres schlossen sich die Mädchengaue und Mädelschaften auf der Führerinnentagung auf der Wewelsburg (bei Paderborn) zum DPB – Mädchenbund zusammen. Mit der Ablehnung des Namens „Deutscher Pfadfinderinnenbund“ bekannten sich die Mädchen zu ihren Wurzeln und bildeten als eigener Bund eine Einheit des DPB. Erste Führerin des Mädchenbundes wurde Lotte.

1969 entstand parallel zum Mädchenbund der Jungenbund. Sein erster Bundesvogt war Wag.

Seit der Deutschen Einheit und dem Ende der DDR (9.11.89 Fall der Mauer / 3.10. 1990 „Tag der deutschen Einheit“) breitet sich unser Bund (hauptsächlich von Berlin aus) auch in den neuen Bundesländern aus. Das Bundeslager 1993 fand bereits in Mönchswinkel, südöstlich von Berlin, an der Spree statt.

Der „Konvent der Geusinnen“ hatte nur knapp sechs Jahre gehalten. Anstatt eines eigenen Ordens entwickelte sich bei den Mädchen die Bundesgilde. Ihr gehören alle Gildenmeisterinnen des Mädchenbundes an. Sie hat, wie der Orden, eine eigene Ordnung und Lebensform und ist eine Gemeinschaft der Frauen des Bundes, die dem Mädchenalter entwachsen sind. Mitte der 90er Jahre fand sich ein Kreis von Frauen, die in den Formen eines Ordens leben wollten. Der Stiftung eines Frauenordens standen jedoch einige Hindernisse im Weg. Erstens musste die Bundesordnung geändert werden, nach der sich der DPB in den Mädchenbund, den Jungenbund und den Orden St. Georg gliederte. Zweitens musste ein Stifter gefunden werden und drittens musste geklärt werden, welche Rolle die Bundesgilde fortan spielen sollte.

Erst Ostern 1999 stiftete Defense auf den Wunsch einiger Frauen hin den Orden St. Christophorus auf der Insel Kreta. Der Orden wurde als vierte Säule im DPB aufgenommen. Die Bundesgilde blieb als fester Bestandteil des Mädchenbundes bestehen.

Die Reihenfolge der Bundesvögte bis 2012 lautet:
Michael, Grim, Sim, Manne, Grim, Sim, Wag, Pingi, Bolko, Horst, Bolko, Defense, Evi, Veilchen

Weblinks

Wikipedia: DPB vor 1945
Wikipedia: Pfadfindergeschichte im deutschsprachigen Raum

Wikipedia: Deutscher Pfadfinderverband
: Der DPB war nur kurze Zeit Mitglied im DPV
Stamm Leo des BdP
: Geschichte der Pfadfinder